Geschichte

1869

Es kam zur Bildung der Freiwilligen Feuerwehr Gräfenroda. Männer aus dem ortsansässigen Handwerk, aus Gewerbe und Landwirtschaft bildeten dabei den Kern dieser Mannschaft.

1875

Die Gemeinde Gräfenroda lässt für die Freiwillige Feuerwehr ein Steighaus an Ernst Grafs Kalkhütte neben der Gerabrücke (nähe Schwimmbad) für die Übungen der Feuerwehr errichten. Die Feuerspritzen wurden in der Bahnhofstraße untergebracht.

1878

Das Steighaus brannte teilweise ab.

1898

Großbrand in der Ilmenauer Straße. Es verbrannten zwei Wohnhäuser, zwei Scheunen und Stallungen.

1915

Alle männlichen Einwohner vom beginnenden 17. bis vollendeten 54. Lebensjahr wurden zur Feuerwehr dienstverpflichtet.

1921

Fertigstellung eines neuen Spritzenhauses mit Steigturm auf dem Schulhof der Zentralschule.

1927

Am Gemeindehaus wurde eine Alarmsirene angebracht. Ab dieser Zeit erfolgte jeden ersten Samstag im Monat 18 Uhr Probefeueralarm.

1930

Es erfolgte wieder eine Dienstverpflichtung aller männlichen Einwohner im Alter von 20 bis 30 Jahren,

zwecks Ergänzung der Feuerwehr Druck- und Absperrmannschaften.

1931

Es wurde eine kleine, handgezogene Motorspritze für 5000 Mark angeschafft.

1935

Es wurden erste Luftschutzübungen unter Einbeziehung der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt.

1940

Im Oktober brannte es weithin sichtbar im Glaswerk. Die Werksfeuerwehr setzte ihr ganzes Können und alle Kraft bis zum Umfallen ein. Ihr zur Seite standen die Wehren aus Gräfenroda, Arnstadt, Frankenhain und Gehlberg.

1942

Der Krieg nahm immer mehr an Härte zu. Die Männer, die an die Front mussten, wurden älter und älter. Die Lücken in den Vereinen, die dadurch entstanden, konnten nicht mehr aufgefüllt werden. Nicht zuletzt deshalb kam es in Gräfenroda zur Bildung der Jugendfeuerwehr (HJ Feuerwehr).

1944

Der erste Einsatz der Jugendfeuerwehr. Es brannte in der damaligen Puppenfabrik. Durch Einsatz der Motorspritze konnte der Brand in zwei Stunden gelöscht werden.

1945

Gräfenroda erlebte noch das unmittelbare Kriegsgeschehen. Am 3. April erfolgte der erste Luftangriff auf unseren Ort. Noch während die Bomben fallen, ist die Jugendfeuerwehr zur Brandbekämpfung an der Gaststätte "Erholung" im Einsatz.

Durch Artilleriebeschuss entstand in der Nacht vom 10. zum 11. April ein Feuer in der Bäckerei Heißner (heute Käding). Unter Lebensgefahr führte der Leiter der Jugendfeuerwehr Ernst Bauß (17 Jahre alt) gemeinsam mit den anderen Kameraden den Löschangriff durch. Der Brand war nach acht Stunden gelöscht.

1947

Ein schweres Eisenbahnunglück am Hauptbahnhof forderte sechs Tote und 18 total zerstörte Waggons. 14 Stunden befand sich die Wehr am Unglücksort. Immer ein Gefühl von Hunger, knurrenden Mägen und eine oft überforderte Technik. Die Kameraden vollbrachten in dieser Zeit Leistungen, die uns heute kaum glaubhaft erscheinen.

Das Gerätehaus am Lindenplatz entstand.

1974

Ein besonderer Höhepunkt waren die Arbeiterfestspiele in diesem Jahr. Von Januar bis Juni halfen Wochenende für Wochenende viele Feuerwehrmänner mit, den traditionellen Gräfenrodaer Festplatz - Alte Lache- umzugestalten.

1976

Immer wieder traten Waldbrände durch Funkenflug der Dampflokomotiven auf, die in diesem Jahr mit 46 Einsätzen in einem Monat ihren Höhepunkt erreichten. Erst die Umstellung auf Dieselloks änderte diese Verhältnisse.

1978

Es brannte die Porzellanfabrik Voigt die trotz schnellen Einsatzes der Wehr vernichtet wurde.

1981

Gräfenroda erlebte zwei schwere Hochwasser im März und im August.

Im selben Jahr brannte der "Eschrich`s Gasthof". Es entstand ein großer Schaden.

 

 

 

 

1985

Brand der Gaststätte "Deutscher Hof". Trotz schnellen Einsatzes der Feuerwehr entstand ein erheblicher Sachschaden.

1991

Es erfolgte die Gründung des Feuerwehrvereins mit ca. 35 Vereinsmitgliedern und dem Vereinsvorsitzender Georg Lipfert.

1993


Die Versorgung der Forellenaufzuchtanlage des Herrn Fischer mit Frischwasser aus der Gera wurde durch die Freiwillige Feuerwehr übernommen.

1994


125-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Gräfenroda mit großen Festumzug durch den Ort und Programm im Festzelt „Alte Lache“. Das neue Löschfahrzeug LF 16/12 wurde übergeben.

1995


Einsatz beim Brand einer leer stehenden Fabrikhalle in der Neuen Straße.

1996


Es wurde der neue Ortsbrandmeister Otmar Heyer und sein Stellvertreter Uwe Nüchter gewählt.

Die Jugendfeuerwehr mit 16 Mädchen und Jungen wurde gegründet.

Am Lindenplatz brannte ein Dachstuhl; fünft Feuerwehren waren im Einsatz.

Am Dörrberg fand ein Großeinsatz ausgelöst durch eine vermeintliche Bombe statt. Die Anwohner wurden evakuiert.

Eine Gasexplosion in der Waldstraße beschädigte ein Zweifamilienhaus vom Keller bis zum Dach.

1997


Kinder steckten auf einem leer stehenden Fabrikgelände in der Neuen Straße einen Pkw in Brand.

Hartmut Henning wurde als neuer Vereinsvorsitzender gewählt und eine Frauenlöschgruppe mit elf Kameradinnen gegründet.

1998


In Liebenstein brannte es bis spät in die Nacht. Feuerwehrleute aus Liebenstein, Plaue, Gräfenroda, Ilmenau-Roda und Ilmenau rückten aus, um einen Scheunenbrand zu löschen. Auf dem Gelände der Tier- und Pflanzenproduktion Plaue in Liebenstein waren 200 Strohballen in Brand geraten.

14 Wehren bekämpften den Großbrand einer Biodieselanlage in Rudisleben.

1999


Es wurde das Jubiläum 130–Jahre Freiwilligen Feuerwehr Gräfenroda gefeiert.

2000


Brand in der ehemaligen Fensterbaufirma in der Bahnhofstraße. 17 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es entstand ein Sachschaden von ca. 500.000 DM.


2001


Wahl des neuen und derzeitigen Ortsbrandmeisters Torsten Kellner und seinem Stellvertreter Henry Lipfert.

Brand in einer Lagerhalle der ehemaligen Keramik. Vier angrenzende Gebäude mussten geräumt werden. Feuerwehren aus Gräfenroda, Plaue, Geschwenda, Frankenhain, Arnstadt und Ilmenau waren aufopferungsvoll im Einsatz. Es entstand ein Sachschaden von ca. 100.000 DM.

Großbrand der ehemaligen Brauerei in Plaue. Feuerwehrleute aus Plaue, Gräfenroda, Frankenhain, Arnstadt sowie Ilmenau wurden zu einem Dachstuhlbrand der früheren Plauener Brauerei Schierholz gerufen. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass letztlich der Dachstuhl zusammenstürzte und an dem Gebäude ein Schaden von rund 80.000 DM entstand.

2002

Wohnhausbrand in der Ohrdrufer Straße, verursacht durch einen Adventskranz.

2003

Mit gleich drei Großbränden mussten die Kameradinnen und Kameraden kämpfen.

Im März brannte eine ca. 1000 m² große "Güllegrube".

Im April brannte das denkmalgeschützte historische Haus (Alter Hort), bei dem vier Wehren und die Drehleiter im Einsatz waren. Das große Gebäude wurde um die Jahrhundertwende erbaut. Die Firma Eckardt und Mentz gestaltete hier Tiere aus Ton. Nach dem zweiten Weltkrieg diente der zweigeschossige Bau als Wohnraum, Schule, Bibliothek und Schulhort. Nach dem Brand und nach Abklärung mit dem Denkmalschutz wurde die Ruine abgerissen.

Des Weiteren brannte im August die "Freilichtbühne" in der Alten Lache.

2004

Am Lütschestausee bei Frankenhain brannte die Gaststätte. Die Feuerwehrleute aus Frankenhain, Gräfenroda, Gehlberg und Geschwenda hatten keine Chance gegen die Flammen. 40 Kameraden mit fünf Löschfahrzeugen waren vor Ort.

Großbrand eines Wohnhauses am Metzelsbach im Gehlberger Grund. Acht Monate später brannte dann das Nebengebäude am Metzelsbach. In den Schuppen befanden sich Öltanks und Gasflaschen. Durch schnelles Handeln konnten diese schnell ins Freie gebracht und so eine Explosion verhindert werden. Brandursache war ein technischer Defekt an einem Notstromaggregat.

2005

Ein Felsbrocken hatte zwei Tanks eines Zuges der Südthüringen-Bahn beschädigt. Diesel lief auf die Gleise.

Der Gefahrgutzug des Ilm-Kreises rückte an, mit ihm waren Kameraden aus Gräfenroda, Plaue, Arnstadt und Ilmenau im Einsatz. Sie fingen Diesel auf und dichteten mit einer Spezialmasse die Risse im Tank provisorisch ab.

2006

Kreisjugendfeuerwehr-Sportwettkampf in der Turnhalle, an dem Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Ilm-Kreis teilnahmen.

2007

Beseitigung von Sturmschäden durch "Kyrill" im gesamten Ortsgebiet.

Anschaffung des MTW (Mannschaftstransportwagen), finanziert größtenteils vom Feuerwehrverein.

2008

Feueralarm in Plaue. Ein Blitz schlug in der früheren Porzellanmanufaktur ein. Der Dachstuhl des inzwischen zum Wohnhaus umgebauten Bürogebäudes beginnt sofort zu brennen. Insgesamt 64 Kameraden waren im Einsatz. Dach und zweites Stockwerk brannten vollständig aus. Das Wohnhaus wurde einige Monate später abgerissen.

Im Dezember übergab der damalige Innenminister Manfred Scherer einen Fördermittelbescheid für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in der Waldstraße.

2009

Neujahr: Großbrand eines Wohngebäudekomplexes in der Waldstraße.

Die Höhepunkte des Jahres waren der Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses am 5. Juni und bereits ein halbes Jahr später das Richtfest am 3. Dezember.

2010

Großbrand in Geschwenda bei dem fünf Wehren im Einsatz waren.

Brand eines seit Jahren leer stehenden Gebäudes der ehemaligen Plastverarbeitung Vollmer. 60 Feuerwehrleute kämpften eineinhalb Stunden, um die Flammen zu bekämpfen und deren Übergreifen auf das Nachbarhaus zu verhindern. Der Schaden wurde auf 25 000 Euro geschätzt.

Feierliche Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses Waldstraße 42 und 140 + 1jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Gräfenroda.